Therapie
Entspannung von Kopf bis Schweif
Schon seit Ewigkeiten werden Massagen im Humanbereich angewandt. Fast jeder weiß, wie
wohltuend und schmerzlindernd eine Massage sein kann. Bei einem Pferd ist es nicht anders. Durch permanentes Stehen und Bewegen sind die Muskeln kontinuierlich angespannt. Eine Pferdemassage wirkt nicht nur heilend, sondern hilft auch vorbeugend bei Überlastungen.
Massagetechniken:
Effleurage, Zirkelung, Petrissage, Friktion, Tapotements, Schüttelung/Vibration
Was kann eine Massage bewirken?
Bessere Durchblutung
Lockerung der Muskulatur
Lösung von Verklebungen
Abfuhr von Abfallstoffe
Schmerzlinderung bis zur Schmerzfreiheit
Verbessertes Körpergefühl
Senkung des Muskeltonus
Entspannung des Gewebes und der Psyche
Abbau von Stress(hormonen)
Verbesserung des Immunsystems
Anregung der Selbstheilungskräfte
Anzeichen der Entspannung:
kauen, lecken, gähnen, abschnauben, vertieft atmen, schließen der Augen, hängende Unterlippe, tief hängender Hals
Eine Behandlung werde ich nicht durchführen bei:
Entzündungen, Infektionskrankheiten, Trächtigkeit, Tumorerkrankungen
Mit Dehn,- und Mobilisationsübungen erreichen Sie, dass der Bewegungsapparat gesund und
geschmeidig bleibt.
Der Bewegungsapparat wird lockerer und beweglicher und das Pferd kann sich koordinierter und
schneller bewegen.
Die Leistungsbereitschaft Ihres Pferdes wird gesteigert.
Jeder Hochleistungssportler dehnt sich vor dem Training um Verletzungen vorzubeugen.
Es gibt zwei Arten von Dehnungen:
- Die aktive Dehnung vollzieht das Pferd durch seine Bewegung selbst (Muskelkontraktion).
- Bei der passiven Dehnung und Mobilisation übernehmen die Therapeuten das Dehnen des
Muskels und Mobilisieren der Gelenke und geben somit die Bewegungen vor.
Die Dehnungsübungen bewirken u.a.:
- Verbesserung der Beweglichkeit & Haltung
- Verbesserung der Elastizität der Weichteile
- Verbesserung der Koordination
- Verbesserung des Gleichgewichts
- Steigerung der Durchblutung
- Lösung von Verklebungen und Verspannungen
- Linderung von Muskelschmerzen
- Entspannung
- Vorbeugung vor Verletzungen
Was sind eigentlich Faszien.
Faszien sind ein durchgängiger, bindegewebiger Mantel, der strukturelle Unterstützung für das Skelett
und die Weichteile bietet.
Das durchgängige Netz der Faszien, das hauptsächlich aus straffem Bindegewebe besteht, ist äußerst
wichtig für den Körper.
Dieses feine Netz der Faszien, das jeden Muskel, Knochen und jedes Organ durchdringt und umgibt
und den Körper zusammenhält, erlaubt diesem als Einheit zu funktionieren.
Durch die Rezeptoren in ihnen sind sie ein bedeutendes Sinnesorgan und ihre Durchtrittstellen
stimmen oft mit den Akupunkturpunkten überein.
Zudem enthalten Faszien Zellen, die sich zusammenzuziehen können und stehen in
enger Wechselwirkung mit dem vegetativen Nervensystem, wodurch sie einen Einfluss darauf haben
können.
Eine Behandlung der Faszien kann somit auch auf das vegetative Nervensystem einwirken.
Verschiedene Schichten der Faszien
Es gibt 3 Schichten der Faszie
- oberflächliche Faszien
trennen die Muskeln von der Haut und den darunterliegenden Strukturen.
In Ihnen verlaufen Lymphbahnen, Nerven und Blutgefäße, die die Muskeln versorgen. - tiefe Faszien
sind ein dichtes, unregelmäßiges Bindegewebe, das Muskeln, Bänder, Sehnen, Gelenkkapseln,
Periost, Knochen, Nerven und Blutgefäße durchdringt und umgibt.
Faszien werden nach Ihrer anatomischen Lage benannt. (Fascia glutea – an der Kruppe, Fascia
thoracolumbalis an Brust und Bauch). - viszerale Faszien
Sie umhüllen die Organe und kleiden Hohlräume im Körper aus. Zu den viszeralen Faszien
gehören beispielweise die Hirnhäute, der Herzbeutel und das Bauchfell.
Aufgaben der Faszien im Körper des Pferdes sind:
Faszien stabilisieren, unterstützen und schützen und dienen als Puffer für Muskeln.
Die Faszien sind frei beweglich, feucht und dehnbar. Sie bieten den Muskelfasern eine Ansatzstelle, unterstützen die Bewegungen der Muskeln und sichern die reibungslose Verschieblichkeit einzelner Muskeln gegeneinander.
Wenn Faszien beschädigt oder überbeansprucht werden, verringert sich die Flexibilität und Elastizität.
Lasertherapie
Die Low-Level-Laser-Therapie kann bei vielen verschiedenen Indikationen eingesetzt werden und wird von den Pferden, Hunden oder anderen Tieren in der Regel sehr genossen.
Eigenschaften des Low-Level-Laser:
- nebenwirkungsfrei
- schmerzfrei
- bei akuten & chronischen Erkrankungen einsetzbar
- steigert die Durchblutung
- stillt den Schmerz
- fördert den Stoffwechsel
- regt den Stoffwechsel an
Man kann die Laser Therapie als intensive Lichttherapie bezeichnen, die anhand von gerichtetem Licht mit definierten Wellenlängen und Frequenzen positive Reaktionen in den Zellen bewirkt und Heilungsprozesse im Körper ankurbelt und beschleunigt.
Die Funktionsweise der Lasertherapie für Pferde:
Laserlicht: Ein spezieller Laser erzeugt Licht, das in einem bestimmten Frequenzbereich liegt und tief in das Gewebe eindringt. Die Energie des Lasers stimuliert die Akupunkturpunkte, ähnlich wie bei der traditionellen Nadelakupunktur.
Biostimulation: Das Laserlicht kann die Zellfunktion verbessern, den Energiefluss (Qi) regulieren und Heilungsprozesse im Körper anregen, indem es die Durchblutung fördert, Entzündungen reduziert und die Regeneration des Gewebes unterstützt.
Die Anwendungsgebiete der Lasertherapie für Pferde:
Schmerzlinderung: Wie die Nadelakupunktur kann die Lasertherapie bei Muskel- und Gelenkschmerzen, Verletzungen und chronischen Erkrankungen eingesetzt werden.
Verletzungen und Wundheilung: Der Laser fördert die Heilung von Wunden, Sehnenverletzungen und Hautproblemen. Darüber hinaus wird der Laser zur Narbenbehandlung (Entstören und Hypersensibilität), bei Durchblutungsstörungen im Gewebe und bei Faszienverklebungen genutzt.
Entzündungshemmung: Er hilft bei der Behandlung von Entzündungen und fördert die Regeneration. Insbesondere bei Weichteilverletzungen (Sehnen, Fesselträger, Kapseln, Bänder) und degenerative Gelenkserkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates.
Verbesserung der Beweglichkeit: Kann bei Pferden mit Lahmheiten oder Bewegungseinschränkungen eingesetzt werden. Ebenso im Sinne von Trainingsvorbereitung für Sport und Freizeit.
Laserakupunktur
Was sind die Vorteile der Laserakupunktur für Pferde?
Schmerzfrei: Da keine Nadeln verwendet werden, ist die Lasertherapie schmerzfrei und besonders für Pferde geeignet, die empfindlich auf Nadeln reagieren.
Schnelle Anwendung: Die Behandlung kann oft schneller durchgeführt werden als eine traditionelle Akupunktursitzung.
Kein Verletzungsrisiko durch Nadeln: Es gibt keine Gefahr von Verletzungen durch Nadeln, was besonders bei unruhigen oder nervösen Pferden von Vorteil ist.
Behandlungsablauf: Die Behandlung dauert in der Regel nur wenige Minuten pro Punkt und kann, je nach Fall, mehrmals wiederholt werden.
Sicherheit und Nebenwirkungen:
Die Lasertherapie gilt als sehr sicher, da sie nicht-invasiv ist und keine Nebenwirkungen verursacht. Es ist jedoch wichtig, dass sie von einem geschulten Fachmann durchgeführt wird, um die richtige Dosierung und Anwendung zu gewährleisten.
Lasertherapie/Laserakupunktur ist eine schonende und effektive Methode, die besonders bei Pferden geschätzt wird, die eine empfindliche Haut haben oder aus anderen Gründen nicht für die traditionelle Nadelakupunktur geeignet sind.
Die Wirkung der Lasertherapie für Pferde
Die Lasertherapie ist eine nebenwirkungs- und schmerzfreie Therapieform. Sie ist sowohl bei chronischen als auch bei aktuen Erkrankungen (des Bewegungsapparats) einsetzbar. In den meisten Fällen eignet es sich als komplementäres Therapieverfahren. Das energetische Licht das Lasers dringt tief in das Gewebe ein und regt Heilungsprozesse an, fördert die Durchblutung und stillt Schmerz.
Die hohe Eindringtiefe des Impuls-Dioden-Therapie-Lasers in das Weichteilgewebe sorgt dafür, dass die für die Schmerzen mitverantwortlichen Abbauprodukte des Stoffwechsels schneller beseitigt und abtransportiert werden.